Orthomolekulare Therapie

 

Unter Orthomolekularer Medizin wird eine alternativmedizinische Behandlungsmethode verstanden, welche vor allem durch Linus Pauling geprägt wurde. Von ihm stammt folgendes Zitat:

 

„ Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung einer guten Gesundheit und Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Stoffen, die normalerweise im Körper vorhanden und zur Erhaltung der Gesundheit notwendig sind." (Linus Pauling 1968)

 

Bei dieser Behandlung geht es um eine gezielte Zufuhr von Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffen, Spurenelemente und Enzyme. Laut Meinung der Mikronährstofftherapie entsteht eine Krankheit durch ein biochemisches Ungleichgewicht. Dabei können verschiedene Faktoren zu so einem Ungleichgewicht des Menschen an einzelnen Stoffen führen:

1. Zum einen durch Unterversorgung ( weil mit der Nahrung nicht genug aufgenommen wird, bedingt durch die Lebensweise des Patienten, falsche Zubereitung der Lebensmittel, eine Darmstörung oder ausgelaugte Böden und überzüchtete Lebensmittel )

2. Oft auch in Kombination durch einen erhöhten Bedarf (Wachstumsschübe, Erkrankung, Rekovalenszenz, Schwangerschaft, Stillzeit, seelischer oder körperlicher Stress, Umwelteinflüsse und Medikamenteneinnahme u.v.m ). 

 

                                                         Ist denn jeder davon betroffen ?

 

Nicht jeder Mensch leidet unter einem augenscheinlichen Mangel. Unser Körper kompensiert sehr lange bis es zu Symptomen kommen kann. Von manchen Stoffen kann der Körper Depots anlegen, von denen er dann eine Weile zerren kann. Sind diese Depots aber aufgebraucht und es fehlt an Nachschub, dann, so die Meinung der Mikronährstofftherapie, holt der Körper sich seine wichtigsten Stoffe auch aus anderen Bereichen ( häufig aus dem Knochen ) um es an lebenswichtigeren Orten des Körpers einzusetzen. Und es kann dann zu Knochenbeschwerden kommen.

Oft werden Symptome gar nicht mit einer Unterversorgung an einzelnen Stoffen in Verbindung gebracht. Die Erfahrung in der Naturheilkunde hat aber  gezeigt, dass so eine Unterversorgung bei nicht gesunden Menschen oder bei Menschen mit höherem Verbrauch  gar nicht so selten vorkommt. Durch eine gezielte Untersuchung auf bestimmte Stoffe, mit Hilfe einer Blutentnahme, lässt sich so mancher Mangel aufzeigen.

 

Meine Erfahrung in meiner Praxis hat gezeigt, dass häufig nur ein kleiner Baustein eingesetzt werden muss, damit der Körper wieder bestimmte Prozesse in Gang setzen kann.

 

Ein kleines Beispiel ist hier das Thema Vitamin D. Der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zufolge sind in Deutschland etwa 60 Prozent der Bevölkerung nach internationalen Kriterien unzureichend mit Vitamin D versorgt. Eine Untersuchung des Max-Rubner-Instituts aus den Jahren 2005 bis 2008 unterstreicht das. Demnach liegt der Blutwert hierzulande im Zeitraum zwischen November und April bei 68 Prozent der Männer und bei 61 Prozent der Frauen unterhalb 20 ng/ml. Jeder fünfte Mann und jede fünfte Frau haben sogar weniger als 10 ng/ml, also einen schweren Mangel. Dabei ist dieses Vitamin enorm wichtig. Es handelt sich genaugenommen um ein Hormon und demzufolge hat es eine weitreichende Funktion. In einer Pressemitteilung der DGE heißt es: »Die Differenz muss demzufolge über die körpereigene Bildung und/oder über die Einnahme eines Vitamin-D-Präparates gedeckt werden. Bei häufiger Sonnenexposition kann die gewünschte Vitamin-D-Versorgung auch ohne Einnahme eines Vitamin-D-Präparates erreicht werden. Personen, die sich bei Sonnenschein kaum oder gar nicht, beziehungsweise nur vollständig bekleidet im Freien aufhalten ( Anm. des Redners: Das betrifft wohl ein Großteil der Bevölkerung, ältere Menschen und Teenager ), oder Personen mit dunkler Hautfarbe, benötigen zur Sicherstellung der gewünschten 25-Hydroxy-Vitamin-D-Serumkonzentration in unseren Breiten ein Vitamin-D-Präparat.« Damit rückt die Gesellschaft nun erstmals von ihrem Dogma ab, dass eine gesunde Ernährung für die Aufnahme aller Nährstoffe ausreicht.

 

Und die Mikronährstofftherapie geht davon aus, und so auch meine Erfahrungen, dass wir in unserer heutigen Zeit ein viel höheren Bedarf an bestimmten Stoffen haben als noch in der Urtümlichen Zeit. Bitte beachten Sie aber, dass es sich hierbei um Erfahrungen aus der Mikronährstofftherapie handelt und nicht um schulmedizinisch anerkannte.

 

Welche Symptome können denn auf einen Mangel an Nährstoffen hinweisen ?

 

Diese sind häufig unspezifisch. Das kann von Abgeschlagenheit, Antriebsarmut, chronische Erkrankungen, depressive Verstimmungen, Haarausfall, Hautproblemen, Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen, ungewollte Kinderlosigkeit, Magen-Darmproblemen, Wundheilungsstörungen, schwaches Bindegewebe, Vergesslichkeit, Knochenschmerzen bis hin zum Zahnausfall sein.

Natürlich können auch organische Ursachen eine Rolle spielen, daher sollten Sie bei unklaren Beschwerden bitte immer einen Arzt oder Heilpraktiker aufsuchen.

 

Dann hilft viel bestimmt auch viel ?

 

Nein, das ist nicht richtig und auch nicht so einfach ! Denn manche Stoffe können nur in unserem Körper gut wirken, wenn noch weitere bestimmte Stoffe dafür anwesend sind. Manche hemmen sich auch gegenseitig, wenn sie zeitgleich eingenommen werden. Und manche sollte man mit einer Blutuntersuchung gut überwachen, weil sie sonst eher schädlich für uns sein könnten. Außerdem braucht nicht jeder Mensch die gleiche Dosierung. Vor der Einnahme von bestimmten Nährstoffen sollten Sie bitte immer einen erfahrenen Mikronährstofftherapeuten aufsuchen und sich beraten lassen. Gerne stehe ich Ihnen für Fragen zur Verfügung.

 

Wie gehe ich in meiner Praxis vor ?

 

Nach einer ausführlichen Anamnese und die Erfassung Ihrer aller bisher eingenommenen Medikamente, sowie eine Messung mit dem Bioscan, stelle ich ein individuell auf Sie und Ihren Beschwerden abgestimmte Blutuntersuchung zusammen. Anschließend suche ich, nach der Auswertung dieser Untersuchungen, für Sie das passende Präparat, oder lasse sogar ein individuelles Präparat für Sie, von einer Firma, herstellen. Da ich der Meinung bin, dass der Körper Nährstoffe besser aufnehmen kann, wenn sie in natürlicher Form vorliegen, bekommen Sie auch von mir ein Ernährungsplan, der auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Hier werden dann Lebensmittel aufgelistet, die in besonderem Maße eine hohe Nährstoffdichte ihres fehlenden Stoffes besitzen. Gleichzeitig schaue ich, wo noch weitere Ursachen sein könnten, die Sie in das Defizit rutschen haben lassen. Nach einiger Zeit wird dann eine Kontrollblutuntersuchung und ein zweiter Bioscan stattfinden, um den Verlauf zu kontrollieren.

 

 

 

Hinweis: Die vorgestellten naturheilkundlichen Diagnosen und Therapiemethoden sind dem Bereich der Alternativmedizin zuzurechnen. Die Methoden sind, obwohl sie erfahrungsgemäß wirken können, wissenschaftlich nicht anerkannt.